Archiv für August, 2008

Press play.

Posted in Der ganz normale Wahnsinn on August 31, 2008 by timserin

Ja blah blah, ich hab auch keine Lust mehr!

Ein neuer Tag beginnt…

Willkommen in Inzest-City !

Ich lebe für all die hässlichen Party’s, wo jeder jeden kennt; dröhnende Bässe, Alkohol & falsches Gelächter; all diese Nächte an meiner Haltestelle, auf den Bus wartend; mit meiner Flasche Wodka.

Ich habe erreicht was ich erreichen wollte, gesehen was ich sehen wollte und getan was ich tun musste.

Ich liege auf dem kalten Boden in meinem Zimmer & ich kann nicht atmen; mein Leben erstickt mich. Die tägliche Routine, immer dieselben Gesichter, jeden Tag von vorn. Eine ewige Spirale. Ihr kennt mich nicht, ihr seht nicht die Last, die ich trage.
Ich brauche einen Ort, wo niemand meinen Namen kennt, einen Ort um neu anzufangen; um das alles hinter mir zu lassen. Ich habe beschlossen mein Leben zu ändern, denn es ist bestimmt von Sonnenuntergängen und ich brauche einen Ort, wo die Sonne aufgeht.

Irgendwann ist ein Punkt erreicht, dann ist einem alles egal. Die Menschen, die ich kennenlerne sind schon lange ein Konsumgut geworden. Ich benutze Menschen und werfe sie dann weg, wie ein Papiertaschentuch. Es gibt nur noch sehr wenige Menschen in meinem Leben, die mir etwas bedeuten.

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Erneute Momentaufnahme.

Posted in Der ganz normale Wahnsinn on August 28, 2008 by timserin

Es ist diese schreckliche Ruhelosigkeit. In dieser Form ein seltener Gast, aber nicht unbekannt. Es ist diese schier unerträgliche innere Unruhe, die sie herumwandern lässt. Sie ist es, die dazu führt, dass sie nicht aufhören kann, den Kaffee umzurühren, um dann, nach einem schrägen Blick der Umgebung, einen hastigen Schluck zu trinken und halb entschuldigend zu lächeln, als sie etwas Kaffee verschüttet. Es sind die Gedankenfetzen, die sie treiben, die sie so weit treiben, dass nicht einmal putzen mehr hilft. Das Haus ist sauber, die Gedanken schwirren weiter. Keine Handlung, nur Bruchteile, zusammengesetzt aus Gier und Liebe. Aus umsorgen wollen und genommen werden wollen. Aus Küssen, aus diesen herrlichen sekundenbruchteillangen Ewigkeiten, aus Berührungen und nervenzerfetzender Empfindsamkeit. Bildfragmente aus Erinnerungen, aus Sehnsucht. Es ist die Sehnsucht, die sie zappeln lässt, hüpfen lässt, die sie scheinbar grundlos strahlen lässt. Abermillionen von Impulsen die durch Körper, Gedanken und Herzchen schießen, wärmend und aufreizend. Wohin mit der Energie. Sie will nicht aufgeräumt werden, sie will nicht gelernt werden, sie will nicht herumgelaufen werden, sie will nicht herausgeschrieen werden. Sie kann weggestreichelt werden, für eine Weile. Sie will gehaucht, gestöhnt, geseufzt, gelächelt und geflüstert werden.

Wofür man lebt.

Posted in Der ganz normale Wahnsinn on August 27, 2008 by timserin

Da sitzt man mal einfach so mit nem Glas Wein in der Sonne und lässt es sich, selten genug, einfach mal gutgehen. 
Und das stimmt in dem Moment dann auch. 
Man ist glücklich. 
Mit nichts anderem als der Sonne, einem guten Song und jemanden den man mag als Begleitung. 
Man sieht in das Weinglas, zieht an einer Zigarette und ist schlichtweg glücklich. 
Man betreibt konversation. Natürlich. 
Und unvermittelt die Frage: „Bist du glücklich?“ 
1000 Worte im Kopf, keines verlässt meine Lippen. 

„Dafür gibt es keine Antwort in 2 Sätzen, da muss man viel zu viel erklären.“

Campino 

Aber Gedanken macht man sich eben doch. 
Ist man glücklich und wie definieren wir Glück für uns selbst überhaupt. 
UNd die interessanteste Frage ist, warum sagen wir doch meistens einfach „ja“?

Get cape. Wear cape. Fly!

Posted in Der ganz normale Wahnsinn on August 27, 2008 by timserin

montagmorgen. 
2 Brötchen, 5 Tassen Kaffe, 25 Zigaretten. 
Gehirngulli. 
Sitze in diesem überteuren Café in dieser affektierten Stadt. Sehe müde Gesichter. 
Sie lächeln. 
Doch innerlich quälen sie auch die alltäglichen Probleme. 
Stumme Schreie, die nie jemand hören wird. 
Wie gerne würde ich ihnen ihr verdammtes Lächeln aus dem Gesicht wischen. Ihre kleine Welt auf den Kopf stellen. 
Mann kann einfach nicht auffallen in einer Welt in der sich niemand mehr Gedanken macht. Trostlosigkeit und Routine als Steuermänner des Lebens.
Nur hin und wieder ein Gedankenblitz. 
Momentaufnahme: Erleuchtung. 
Doch sie alle verbrennen im Licht der Sonne. Meinem Licht. 
Aggressive Schizophrenie. Und das Rad dreht sich weiter. Zeit verstreicht. 
Fertigmensch und Leben-to-go. Schön verpackt. Mit Schleife. 
Diese Welt und ihre Ideologie widern mich an. 
Motivations- und Ideenarmut. 
Ich kann die Gedanken in meinem Kopf nicht in Bilder packen und nur sehr unzureichend in Worte kleiden. 
Also Sonne ich mich weiter alleine in der Welt, die mein krankes Hirn mir bietet. 
Erneuter Blick zur Uhr. Die Zeiger treiben ein böses Spiel mit mir. Zufuhr von größeren Mengen Koffein und Nikotin, die Drogen, die mir unter der Woche bleiben. 
Sinnlosigkeit bestimmt diese Tage. 
Noch 4 mal aufstehen dann hat mich das Wochenende endlich wieder. Wie immer quält das Radio mit der schlechten, kurzlebigen Musik dieser Tage. Wenn man das überhaupt Musik nennen kann, dieses Charts gewäsch. Naja. 
Wenn man zuviel Zeit mit sich selbst verbringt, beginnen die Gedanken zu verlaufen, Rinnen einem wie Sand durch die Finger. Immer wenn ich versuche sie zu fassen zu bekommen, bleiben nur einige Körner hängen. 
Natürliche selektion. 
Dankbarkeit durchflutet mich für jeden Lichtblick. 
Wo wir gerade beim Thema sind: Die Sonne kommt raus und das ansonsten so Stil-ignorante Radio spielt Jamiroquai. Neue Kippe. 
In solchen Momenten kämpft mein Geist mit seinen Fesseln. Die ihm auferlegt wurden. Von der Gesellschaft, von mir selbst. 
Es muss etwas passieren. Sich ändern. 
Was hält mich auf? Mut ist da. 
Zumindest genug um sich Gedanken zu machen. Was fehlt ist Glaube. Glaube daran das sich wirklich etwas verändern würde. 
Wozu etwas aufgeben, was man nie besessen hat, für etwas, von dem man nicht weiß ob es funktioniert. 
Und schon suche ich wieder nach Ausreden. Vor mir selbst. Verbündeter und größter Feind. 
Warum nicht nochmal einen Blick wagen. 
Ich trete vor das Fenster, welches das sichere Haus meiner geordneten Gedanken verbindet mit dem restlichen Gedankengut das ich so produziere. 
Ein einziger imaginärer Handgriff. 
Ich öffne das Fenster und blicke hinaus. 
Lärm schlägt mir entgegen, das immer lauter werdende Schreien, der Gedanken die ich immer ausschließe. 
Der Lärm steht im krassen Gegensatz zu der kargen, grauen Landschaft in der er herrscht. Das Schlachtfeld meiner Emotionen. Heraufbeschworen durch einen Krieg, in dem es keinen Sieger geben kann. Ein Krieg gegen mich selbst. 
Doch zur Zeit herrscht Waffenstillstand. 
Gezwungenermaßen. 
Denn beide Seiten sind schwer gezeichnet von den Verlusten der Schlacht. 
Trostlose Kälte herrscht vor. 
Außerhalb der Kriegslager ist alles Leben ausgelöscht. Nur in der Mitte, zwischen den Fronten, klammert sich eine kleine Blume verzweifelt ans Leben. Ein letztes Überbleibsel der alten Prachtvollen Emotionsgärten. 
Und doch, stur und zäh klammert sie sich an den felsigen Boden. Den Blütenbekranzten Kopf hoch nach oben gereckt, damit er auch jeden der so seltenen Sonnenstrahlen auffangen kann. 
Angst und Trauer überkommen mich. 
Ich muss mich selber bezwingen und dieser Blume alles geben was sie zum Leben braucht und was ich entbehren kann, von meinen letzten Gefühlsreserven. 
Ohne einen erneuten Kampf zu riskieren. 
Einen weiteren Krieg würde auch dieses zähe Gewächs nicht überstehen. 
Die letzte Blume meiner Gefühle. Ich hoffe sie wird eines Tages Früchte tragen. Zeit hab ich. 
Ich hasse Montage.

Die Welt rast…

Posted in Der ganz normale Wahnsinn on August 27, 2008 by timserin

und ich stehe bewegungslos mittendrin in dem ganzen Trubel. 
Bewegungsunfähig. Ohne handeln zu können. Zum zugucken verdammt. Dazu, all die Dinge, die Freunde, Bekannte oder Fremde mit ihrem Leben machen mitanzusehen. 
Letztendlich ohne Einfluss nehmen zu können. 
Ohne in Erinnerung zu bleiben. 
Umdrehen – vergessen. So wie immer. 
Aus den Augen aus dem Sinn. Und es quält mich. 
Einfach den Arm heben und ihnen in ihr unechtes Lächeln schlagen. Die Maske aus dem Gesicht wischen. 
Ihren Wahnsinn vor Augen führen, und den eigenen dabei einen Augenblick vergessen. 
Ich tue nichts dergleichen. Tue garnichts. 
Flüchte mich in vage Welten, aufgebaut aus Nikotin, Alkohol, Drogen und wahnsinnigem Geadnkengut, welches mein krankes Hirn dauernd ausspuckt. 
Flüchte mich in Sex. Dieser einen Stunde zweisamkeit. 
Die Lautstärke der Welt abstellen und nicht denken. 
So kann es nicht weitergehen, aber ändern wird sich auch nichts. 
Stillstand.

Veritas

Posted in Der ganz normale Wahnsinn with tags on August 26, 2008 by timserin

Der Spiegel lügt. Er zeigt mir nicht mehr mein wahres Gesicht.
Zu tief habe ich es versteckt unter dieser Maske aus Spaß. Habe mich selbst verloren. In einer Welt, einem Spiel, dessen Regeln ich lange vergessen habe.
Wer bin ich? Warum fragen stellen, die ich nicht beantworten kann?
Niemand kann das…
Die Sinne vernebelt vom Rausch der letzten Nacht. Ein monotones Summen, welches meine Sicht für die Realität verklärt.
Warum Gedanken über das Morgen machen? Schon das Heute entzieht sich jeglicher Kontrolle. Das Gestern, den Emotionsmüll, begraben unter Schichten chemischer Drogen.
Verschobene Realitätswahrnehmung.
Die Menschen um mich herum werden langsam agil. Später Nachmittag. „Ich bin so antriebslos.“, Die Worte wehen durch den Raum und ich muss lächeln. Antriebslos? Ich bin Orientierungslos. Auf Abwege geraten, auf der Suche nach mir selbst und dem Sinn hinter meinem Tun.
Und wofür? Für den Schmerz den dieses so genannte Leben tagtäglich für mich bereithält. Wenigstens der ist konstant.
Diese Affektiertheit meiner Person widert mich an. Kraft um das zu ändern habe ich schon lange nicht mehr. Zuviel wurde mir genommen.
Und wieder jammer ich nur über mein eigenes Übel. Kein Blick für die Schicksale der anderen.
Und ich halte an diesem Standart fest.
Dieses pseydo Rockstar leben.
Alles vergessen was mich beschäftigt. In einem Strudel aus Alkohol, Nikotin und Sex.
Und nicht einmal das kann ich gebührend feiern. Die Leichen in meinem Keller, die Anhängsel meiner Vergangenheit spucken mir ins Gesicht. Verbale Attacken, voll auf die Psyche. Na danke!
Und ich nicke und lächel. Ich loser.
Glorifiziert und Angst vor dem eigenen Selbst. Angedichtete Stärke. Verpackt in diesen Körper, der sich von Tag zu Tag in etwas verwandelt was ich nicht mag. Doch dem Rest gefällt es.
NIcht mein Lebensstil stört mich, sondern meine eigene Falschheit. Die Maske die ich trage.
Immerzu, jederzeit.
Ausser in diesen Zeilen. Hohle Worte und leere Floskeln, die mir mein Scheitern deutlich vor Augen führen. Ich schreibe nicht weil ich etwas besser weis, sondern um zu verstehen.
Lachhaft. Schon der Gedanke an Selbsterkenntnis verwandelt mein Gesicht in eine Fratze. Ein boshaftes Grinsen. Und ich mache weiter.
Gehe den Weg den ich mir selber ausgesucht habe und frage mich wohin das führt. Warum gehen, wenn das Ziel nicht feststeht.
„Wir brauchen kein Ziel, wir sind der Weg?“
Schwachsinn. Daran glaubt doch wohl nicht wirklich jemand, oder? Diese Gedanken, warum nehme ich mir Zeit für sie? Neben den Gedanken an Sex und Party wirken sie wie Fremdkörper. Und doch habe ich sie und hänge ihnen nach.
Stundenlang. Verfolge Gespräche nur Oberflächlich. Versunken in mich selbst. Warum bekomme ich eigentlich nichts wirklich auf die Reihe? Was macht mich so schwach? Schwächer als die meisten denken. Ich blicke kurz auf. Die Person mir gegenüber macht mir Angst. Aber nur halb so sehr wie sie mich fasziniert. Vielleicht weil sie durch meine Rüstung blicken könnte.
Angst vor einem Menschen den ich nicht kenne und die mich noch viel weniger kennt. Niemand tut das.
Nicht mehr.
Wahrscheinlich will ich das garnicht mehr.
Mein Unterbewusstsein lenkt all mein handeln. Freier Wille, eine Illusion. Und doch habe ich Hoffnung, Hoffnung mein Schicksal doch noch lenken zu können. Zu beeinflussen.
Es wird wieder dunkel. Der Dreck der letzten Nacht klebt noch an mir. Umgibt mich wie ein Mantel. In dem ich mich in die Anonymität ergeben kann. Mein Körper schreit nach mehr, aber meine Seele sucht verzweifelt nach der Notbremse, dem Ausstieg.
Schluss machen. Wenns sein muss mit allem.
Wenn ein Kapitel sich öffnet muss sich ein altes schließen.