Erneute Momentaufnahme.

Es ist diese schreckliche Ruhelosigkeit. In dieser Form ein seltener Gast, aber nicht unbekannt. Es ist diese schier unerträgliche innere Unruhe, die sie herumwandern lässt. Sie ist es, die dazu führt, dass sie nicht aufhören kann, den Kaffee umzurühren, um dann, nach einem schrägen Blick der Umgebung, einen hastigen Schluck zu trinken und halb entschuldigend zu lächeln, als sie etwas Kaffee verschüttet. Es sind die Gedankenfetzen, die sie treiben, die sie so weit treiben, dass nicht einmal putzen mehr hilft. Das Haus ist sauber, die Gedanken schwirren weiter. Keine Handlung, nur Bruchteile, zusammengesetzt aus Gier und Liebe. Aus umsorgen wollen und genommen werden wollen. Aus Küssen, aus diesen herrlichen sekundenbruchteillangen Ewigkeiten, aus Berührungen und nervenzerfetzender Empfindsamkeit. Bildfragmente aus Erinnerungen, aus Sehnsucht. Es ist die Sehnsucht, die sie zappeln lässt, hüpfen lässt, die sie scheinbar grundlos strahlen lässt. Abermillionen von Impulsen die durch Körper, Gedanken und Herzchen schießen, wärmend und aufreizend. Wohin mit der Energie. Sie will nicht aufgeräumt werden, sie will nicht gelernt werden, sie will nicht herumgelaufen werden, sie will nicht herausgeschrieen werden. Sie kann weggestreichelt werden, für eine Weile. Sie will gehaucht, gestöhnt, geseufzt, gelächelt und geflüstert werden.

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