Es gibt alternativen zum Wahnsinn.

Samstagnacht.
Grelles Neonlicht empfängt mich vor dem Club.
Adrenalin und Vorfreude pulsieren durch meine Venen.
Schnell drängen wir durch den Eingangsbereich, vorbei an grimmig aussehenden Türstehern.
Hinter der Tür empfangen mich hektische Lichtblitze.
Die Bässe fegen mir die letzten Zweifel aus dem Kopf und die Musik trägt meine Sorgen auf ihren Schwingen weit von mir weg.
Zuhause. Endlich.
Ungedult packt mich. Schnell stürze ich einen Drink hinunter, doch mich kann nichts mehr an der Bar halten.
Ich eile zur Tanzfläche.
Mein Blick wandert umher, sieht in vertraute ekstatisch Aufgerissene Augen und in Trance abgeschweifte Gesichter.
Das Stroposkoplicht verzerrt die Wahrnehmung.
Macht Bewegungen unwirklich und zugleich ungemein intensiver.
Ich schließe meine Augen und lasse mich von der Musik durchfluten.
Ich fange an mich zu bewegen, bis ich im selben wummernden Takt rotiere wie alle anderen hier.
Meine Umgebung verschwimmt, macht platz für ein verrücktes Farbenspiel.
Das Ich löst sich auf. Kollektives Bewusstsein, einer gelangweilten Generation auf der Suche nach dem Sinn der Dinge.
Ich tanze gerade so, als wäre niemand da der zusehen würde.
Schwitze den Dreck der Woche aus.
Bis tief in den nächsten Morgen.
Alles andere ist nebensache.
Lebe diese Welt.
Die Welt der zwielichtigen Clubs, der lauten Musik, dieses Lebensgefühls.
Bis die Dämmerung uns Kinder der Dunkelheit wieder zurückdrängt in das Leben, welchem wir hier so gerne entfliehen.
Ich liebe Samstag Nacht.

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Eine Antwort to “Es gibt alternativen zum Wahnsinn.”

  1. Hey Tim,

    statt kollektives Bewußtsein würde wohl besser kollektive Bewußtlosigkeit passen ^^. Gefällt mir, komme jetzt öfter mal in deinem Blog vorbei.

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