Quod erat demonstrandum.

Das Problem mit dem Leben ist, das es ein fortlaufender Prozess ist. Gott hat die „Pause-Taste“ vergessen. 
Also leben wir nun in einem Leben, das wir an geeigneten Stellen nicht einfach anhalten können. 
Dieser Zug hat nur zwei Haltestellen: Start und Endstation. 
Und wie oft habe ich mir schon gewünscht bestimmte Momente ewig währen zu lassen, auch in jüngster Zeit. 
Oder die Zeit wenigstens zurückdrehen, Dinge ändern, nicht die Fehler machen die man gemacht hat. 
Doch beides geht leider nicht und ich sitze hier und schaue meinem Leben beim fortbestehen zu und bin ab und zu wirklich unglücklich darüber, wie die Dinge teilweise gelaufen sind. 
Kontraproduktive und Destruktive Entscheidungen und Handlungen meinerseits, oder durch andere. Und es zerreisst mich innerlich, das einem Momente des Glücks schneller genommen werden als man auch nur versuchen kann sie festzuhalten. Es ist alles einfach nur so schrecklich kompliziert. Einfach ist und war es nie und das ist wirklich schade. Wenn Leben und Entscheidungen treffen einfach wäre, dann liefe momentan einiges anders. Ganz anders. 
Und diese Worte, die sich ständig in meinem Kopf manifestieren, ungesagt, aus Rücksicht, aus Selbstzweifel oder aus reiflicher Überlegung, weil man weis das sie zu nichts führen oder bestimmte Sachen gar zerstören können. 
Also lebe ich weiterhin mit einem Geist voller ungesagter Worte, die mich langsam aber sicher wahnsinnig machen, weil ich sie einfach nicht loswerde bzw. nicht loswerden kann. 
Was also tun? 
Ich suche nach einem Patentrezept, das es nicht gibt. 
Zumindest rede ich mir das ein, vielleicht gibt es ja Menschen die das alles auf die Reihe bekommen, aber ich denke nicht viel darüber nach. Macht mich nur neidisch. 
Und nun fliessen Teile dieser Worte aus meinem Hirn. 
Unaufhaltsam. Durch meinen Arm und die Tastatur in diese virtuelle Realität. Meine Perlen vor die Säue. 
Wenigstens wissen diese sie ab und an auch zu schätzen, im Gegensatz zu einigen der Menschen in meiner direkten Umgebung. 
Melancholie macht einer wachsenden Wut gegenüber den anderen, aber vor allem meiner eigenen Unfähigkeit breit. 
Oder Wut gegenüber dem Idioten der die Verdammte Pause Funktion an meinem Leben vergessen hat. 
Vielleicht liegt das auch an mir. 
Mein Leben war bisher mit einer kleinen Wohnung zu vergleichen, auf deren Tür 3 große Buchstaben standen: 
E-G-O 
und für mehr war da auch kein Platz. Nicht das ich die Buchstaben abgenommen hätte, ich habe lediglich ein kleines bisschen platz geschaffen in der Wohnung, das andere mitbenutzen könnten. 
Wenn die denn wollten, wollen sie leider nur in den seltensten Fällen. Und dabei ist das echt ne coole Wohnung, aufregend Gestaltet und immer findet man was neues, nur stecken viele Menschen einfach viel zu tief in ihren bideren Normen um für meine Überraschungen aufgeschlossen zu sein. 

Schade, traurig und irgendwie ziemlich typisch.

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12 Antworten to “Quod erat demonstrandum.”

  1. Die Gesellschaft heutzutage ist Grau und wie du schon schreibst in Normen verstrickt die das Leben angenehmer machen sollen. Ich merke das auch mal wieder an mir und anderen, Morgens aufstehen, Arbeiten, Essen, Schlafen. Das jeden Tag bis zur Rente? Man hat sich geschworen nie in so etwas hinein zugeraten! Aber die Gegenfrage ist „Wie soll man ohne Arbeit und den täglichen trott überleben? Geld regiert die Welt es ist so und wird immer so bleiben

  2. wie wird es so schön gesagt“ich dachte schon oft daran an dem perfekten bahnhof auszusteigen (ich hab die unschuld kotzten sehn). ja der zug fährt immer weiter, doch meiner meinung nach gibt es tausende haltestellen, wo man nach belieben aussteigen kann und das erleben kann was und wie man will. ja es gehört viel arbeit dazu und mit einem fingerschnippen, wie man sich das meistens wünscht geht es auch nit. ja es gehört arbeit, erfahrung (durch fehler), überlegeung und wille dazu um die dinge sich so zu drehn wie es eben einem beliebt.
    und ja es kostet überwindung dinge aussprechen zu können, obwohl man denkt das diese vllt was zerstören könnten. doch man macht fehler im leben, das gehört dazu. das leben ist aber viel zu kurz um sich daran n zahn auszufressen. deswegen bevor man sich selbst zerstört. aussprechen! hat der andere verständinis? ist er dein freund! ja es gibt themen die nicht so leicht zu regeln sind und es braucht alles zeit.
    zu deiner wohnung. hm ich will nicht sagen dass ich dich gut kenne. ich werde cir hiermit nur meinen eindruck vermitteln. ich denke es wollen einige in deine kleine gemütlich wohnung, nur die frage ist ob du sie lässt, wenn die person kurz vor dem einzug steht????

    ach ich weiß alles mal wieder n bisschen zu durcheinander geschrieben und ich könnte dazu seitenweise was schreiben. vllt mal n persönliches gespräche 🙂

    drück dich

  3. Etwas anderes um auf die E-G-O Wohnung zukommen, ich beurteile manche Menschen einfach zu Hart sie sind bei mir direkt Egoisten, meine Eifersucht drängt sich meistens durch meine HIrnzellen und übernimmt die Macht. Ich verusche es Radikal zu ändern es ist aber schwer.

  4. danke an euch beide.
    und anna, das mit dem gespräch machen wir mal.
    diese woche wegen mir noch. samstag oder sonntag.

  5. andre anna Says:

    wärst du an jeder verschissenen imaginären haltestelle ausgestiegen oder zurück gefahren um deine unvermeidlichen fehler zu korrigieren, was wärst du dann fürn mensch? wärst du dann tim? machen einen fehler nich vlt aus?
    und permanent darüber nachzudenken, was wäre wenn oder wie abgestumpft die gesellschaft ist, ist total sinnlos. damit fickt man sein gehirn, sodass dir bald alles aus der nase läuft vor lauter matsch und abfuck. vlt ist das ganze ja eher koks fürs ego, weil man manche menschen ansieht und denkt: danke, du wichser, der keinen pause-knopf eingebaut hat, dass du mich nich zu nem emotionslosen grauen krüppel gemacht hast.
    vlt merkst du manchma, dass du irgendwo sitzt und musst plötzlich lachen. einfach, weil dirn toller moment mit tollen leuten innen kopf gekommen is, n moment, den man eh nich vergisst. damit hast du dein glück. und verzweifelt an allem fest zu halten, was eh irgendwann vergeht, macht wie gesagt auch kaputt. wir sind noch scheiße jung, auch wenn so viele sagen: wachs ma langsam aus der scheiße raus, in der du lebst. werd erwachsen, übernimm verwantwortung. das können wir noch in 10 jahren so machen, für den fall, wir sollten da noch leben. sei nich so pessimistisch, das macht falten, das könnte fatal für dein ego-zimmer sein. vlt will dann garkeiner mehr kommen.

  6. anna w. bist dus? 😀

  7. andre anna Says:

    ja, zwischendurch muss ich mir deine pseudointellektuelle scheiße ja doch ma reinziehn. komischerweise bin ich an manchen stellen doch etwas beeindruckt, obwohl ich das ja nich gern zugebe.

  8. dann gibs nicht zu, und denk es dir einfach, das reicht mir schon und ist beinahe mehr als ich jemals aus deinem mund erhofft hätte^^

  9. ein lob an die andere anna mit den falten!!!!! 😀
    und ich stimme ihr zu, fehler und macken gehören zu einem. sie begleiten dich. und machen dich zu dem was du bist. aber das ist in keinestem fall was schlimmes 😉 mehr gibts dann am we :-*

  10. ich hab die wohnung zeitweise von innen sehen dürfen, und es war eine zeit an die ich mich gerne erinnere.
    man merk leider immer erst hinterher was man gehabt hat.

    ich liebe dich immernoch, als mensch, so wie du bist. und ich hoffe du weisst, dass ich immer für dich da bin…

  11. Jetzt wird es hier persönlich 🙂

  12. darfs das nicht?

    ich kann natürlich auch so tun als hätte ich keine ahnung wovon er redet^^

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