Kopf gegen Herz.

BAM! 
Das Wochenende ist wiedermal vorbei und die Woche beginnt mit einem Schlag, weit unterhalb der Gürtellinie. 
Während meine Gehirnzellen über das Wochenende wiedermal mehr als gelitten haben, hat sich auch zuhause einiges verändert. 
Ich habe etwas verloren. 
Etwas, was mir mehr bedeutet hat als alles andere. 
Etwas, was sich noch in den Kinderschuhen befand. 
Etwas, was mich beschäftigte und ablenkte. 
Und nun brauche ich Ablenkung von dieser Sache, damit mich der Verlust nicht wahnsinnig macht. 
Und erstmalig kann ich die in der Vergangenheit von mir zurückgelassenen vielleicht verstehen. 
Ich war nie der Lieblingsschuh, aber ich war gemütlich, mein Problem das das Orginal wieder lieferbar ist. Man stellt mich zu all den anderen Schuhen, die ihren Dienst getan haben und nun vor sich hin vegetieren, da unser Träger sein Lieblingspaar wieder trägt. 
Ich finde nichtmal die nötigen Worte um zu beschreiben was in mir vorgeht. Weil nichts geklärt ist. Weil mir keiner was erzählt, aber vor allem auch, weil ich nie den Mund aufgemacht habe. 
Ich bleibe auf der Strecke und das nicht zum ersten Mal, auch wenn viele das nicht so sehen. Ich habe rücksichtsvoll gehandelt und es hat mir nichts genützt. 
Aber es stimmt, es kam anderen zugute. Freunden. 
Nie wieder. The old ways always are the best ones. 
Zurück zur Rücksichtslosigkeit. 
Was soll schon passieren? 
„Du verletzt die Gefühle anderer!“ 
Ja, wenn es mir dadurch besser geht als jetzt, dann gerne. 
Und gebrochene Herzen säumen meinen Weg, mir recht, solange mein eigenes nicht dabei ist. 
All die Menschen die mir ihre Moralpredigten gehalten haben, sie alle lagen falsch, sie alle haben sich geirrt. 
Mir ging es vorher besser, bevor ich auf eure Ratschläge gehört habe und ihr? Ihr lebt euer Scheinglück. 
Das Glück, anderen eine Freude zu machen, für andere da zu sein, ihnen bei ihren Problemen zu helfen. 
Das füllt euch aus? Dann bleibt dabei, ich jedenfalls nicht, mir reicht das nicht. Weil wenn man anderen Menschen zum Glück verhilft, bringt einem das garnichts. 
Die Menschen nehmen ihr neues Glück, das Glück bei dem du sie unterstützt hast, mit und lassen dich alleine und ohne einen Anteil zurück. 
Die Hilfebedürftigen sind letzten Endes doch noch egoistischer als ich, also warum denen Helfen, wenn es mir nicht hilft, wenn mir keiner hilft. 
Niemand. 
Nicht das ihr denkt ich wäre nicht hilfsbereit, aber ich sehe es nicht ein, Menschen zu helfen, die sich, sobald sie ihr Ziel erreicht haben oder sich abgelenkt haben, einen Dreck um mich scheren. 
Und nein, ich bin auch nicht undankbar. 
Ich danke den Menschen denen ich mich anvertrauen konnte von ganzem Herzen, danke für die Stunden des zuhörens. 
Doch auch die Menschen die sich meine Probleme angehört haben, haben selbst Probleme, die nunmal vorgehen. 
Ausser mir die Gedankenlast abzunehmen konnten sie nichts tun. Nur ich selbst hätte mir helfen können, bzw. kann mir helfen. Und genau das habe ich aus Rücksicht unterlassen. 
Kranke Welt. Ihr denkt ihr habt den Durchblick, doch ihr kennt die Regeln ja selber nicht. Nicht das ich sie kennen würde, aber ich habe wenigstens die ganze Zeit geschummelt um trotzdem ans Ziel zu kommen, im Gegensatz zu all den anderen, die sich hinter ihrer Nächstenliebe verstecken und an ihren eigenen Problemen elendig verrecken. 
Ohne mich. Ich spiele nicht mehr mit. 
Nicht mehr und nie wieder.

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3 Antworten to “Kopf gegen Herz.”

  1. Ich weiß, Tim.
    Ich weiß.
    Darauf läuft es im Endeffekt hinaus. Jeder merkt das früher oder später. Jeder ist sich selbst der nächste, das ist nur natürlich und auch gut so.
    Ich versteh das. Ich bin auch nicht anders.

  2. That’s the way of life.
    Wir leben in einer Welt, wo jeder nur noch schaut, was für ihn am Besten ist und Vorteile bringt. Es gibt leider wenige, denen man Vetrauen kann, die dir helfen auch ohne Gegenleistung.
    Kopf gegen Herz – sehr schön geschrieben (:

    Grüßle.

  3. oh mann großer du triffst es auf den punkt.
    danke so geht es mir auch gerade

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